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01.02.2019 Freitag  Leben retten unter widrigen Umständen

Gut ausgestattet: Strömungsretter Markus Tybussek ist bereit für die Einsatzübung.

Einsatzübung der DLRG bei Dunkelheit und extremer Kälte

ANDERNACH. Am 19. Januar trafen sich elf Strömungsretter des Einsatzteams der DLRG Andernach zu einer Übung unter extremen Bedingungen. Bei Dunkelheit und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wurden die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Lebensretter auf eine harte Probe gestellt. Nach der theoretischen Unterweisung in der Vereinsunterkunft in Andernach machten sich die Teilnehmer auf den Weg zum fingierten Rettungseinsatz. Ausgestattet mit Stirnlampen und Knicklichtern sowie einfachen Rettungsmitteln wie Seilen und Tragetüchern startete die Suche nach einer unbekannten Anzahl von Personen in einem festgelegten Übungsgebiet. Konkret hieß das: Bei Temperaturen unter minus 4 Grad Celsius gut 500 Meter im entsprechend kalten Wasser der Nette und deren Ufer absuchen.

Zu den zu bewältigenden Aufgaben gehörte unter anderen die Rettung einer verunfallten Person im ufernahen Bereich an einem Schräghang. Bei der Evakuierung kamen ausschließlich Seilsystem-Rettungstechniken zum Einsatz, die mit Muskelkraft betrieben werden. Da schweres Gerät bei den Strömungsrettern erfahrungsgemäß selten eingesetzt wird, wurde auch bei dieser Übung darauf verzichtet. „Durch das steile, stark mit Bäumen bewachsene Gelände war die Rettung mit der Schleifkorbtrage nur mit Hilfe eines Flaschenzugs möglich“, berichtete Martin Theres, der auch über medizinische Kenntnisse als Sanitäter verfügt. Bei dem Transport einer verunfallten Person muss nämlich vor allem auch besonderes Augenmerk auf Verletzungen gelegt werden.

Neben der körperlichen Fitness gehören zu den Anforderungen an die Strömungsretter auch die Beherrschung der einzelnen Rettungsmittel und -techniken sowie die reibungslose Zusammenarbeit. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen, unabhängig von den Umweltbedingungen. Dabei ist das Einsatzfeld der Strömungsretter nicht auf wassergebundene Bereiche begrenzt. Sie agieren auch auf dem Land zur Bergung von Menschen in Berghängen, Schluchten und vergleichbaren absturzgefährdeten Einsatzgebieten.

Trotz der widrigen Umstände und den erschwerten Rahmenbedingungen meisterten die Strömungsretter den Großteil der Aufgaben mit Bravur und konnten einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie zu Recht ein fester Bestandteil der DLRG Andernach sind.

„Die Leistung, welche die Kameraden bei Nässe, Kälte und Dunkelheit technisch und körperlich abrufen müssen, ist schon enorm“, attestierte der zufriedene Einsatzleiter Michael Seimetz, der seine Schützlinge während der mehrstündigen Übung kontinuierlich im Auge hatte, um deren körperliche Unversehrtheit zu gewährleisten. Er äußerte sich sehr zufrieden mit der Einsatzübung, aus der die Teilnehmer viele neue Erkenntnisse ziehen und ihre Fertigkeiten unter auch deutlich erschwerten Bedingungen für den Evakuierungsfall vertiefen konnten.

Kategorie(n)
Einsatzgruppe

Von: Claudia Dietrich, Marco Vogt

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