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Der Schlüssel zu sicherem Schwimmen

Viele Kinder warten lange auf einen Kursplatz. Erwachsene Nichtschwimmer:innen zögern häufig oder finden keinen passenden Einstieg. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie kann man sich vorbereiten, unterstützen oder weitermachen, ohne einfach nur abzuwarten?

Die wichtigste Erkenntnis dabei: Sicheres Schwimmen entsteht nicht allein durch das Erlernen einer Schwimmtechnik. Entscheidend ist, wie sicher sich jemand im Wasser fühlt. Wer ruhig atmen kann, untertauchen kann, sich tragen lässt und sich im Wasser orientiert, entwickelt echte Wassersicherheit. Genau diese grundlegenden Fähigkeiten – Tauchen, Atmen, Schweben, Gleiten und Springen – bilden die Basis für alles Weitere.

Fehlen diese Grundlagen, bleibt oft Unsicherheit – selbst wenn erste Schwimmbewegungen bereits funktionieren.

Diese Seite soll dabei helfen, genau diese Basis zu stärken. Sie richtet sich an Eltern sowie an erwachsene Nichtschwimmer:innen und kann zur Vorbereitung auf einen Kurs, begleitend währenddessen oder zur Festigung danach genutzt werden.

Zu jedem Bereich finden Sie kurze Hinweise und einfache Ansätze, die sich leicht umsetzen lassen. Wichtig ist, alle Grundfertigkeiten zu berücksichtigen und regelmäßig zu üben – denn sie sind der Schlüssel zu sicherem und selbstbewusstem Verhalten im Wasser.

Bei Fragen oder Unsicherheiten sprechen Sie uns gerne an.

ausbildung@andernach.dlrg.de

02632-46162

Schritt für Schritt zum sicheren Schwimmen

Die Ziele der Wassergewöhnung sind:

  • Wassererfahrungen zur Überwindung des Lidschutzreflexes (Fließen des Wassers über den Kopf und die Augen, z.B. Duschen)
  • Sammeln von Bewegungserfahrungen beim Umgang mit dem Widerstand des Wassers (gehen, laufen, hüpfen)
  • Atemschulung mit dem Ziel, das Verschlucken von Wasser in der Einatemphase zu verhindern (ins Wasser blubbern)
  • Gleichgewichtserfahrungen zur Vorbereitung auf die relative Schwerelosigkeit im und auf dem Wasser
  • Überwindung evtl. vorhandener Angst

Ziele:

  • Gesicht und Kopf ohne Angst ins Wasser bringen
  • Unter Wasser ausatmen 
  • Augen unter Wasser öffnen und sich orientieren
  • Kurze Zeit unter Wasser bleiben können
  • Kopfwärts abtauchen

Wichtige Hinweise:

  • Immer ruhig und schrittweise vorgehen
  • Erst sicher ausatmen können, dann länger unter Wasser bleiben
  • Kopf bewusst nach unten nehmen („Kinn Richtung Brust“)
  • Zum Abtauchen die Füße in die Luft nehmen ("Handstand")

Einfache Übungsideen:

  1. Wasser ins Gesicht laufen lassen (Duschen, Spritzen)
  2. Mit dem Mund ins Wasser pusten („blubbern“)
  3. Nase und Mund unter Wasser bringen
  4. Kompletten Kopf untertauchen
  5. Augen unter Wasser öffnen (z. B. Finger zählen)
  6. Gegenstände aus flachem Wasser holen
  7. Unter einfachen Hindernisse durchtauchen 

Ziele:

  • Luft anhalten, wenn das Gesicht ins Wasser kommt
  • Unter Wasser ruhig ausatmen (durch Mund und Nase)
  • Über Wasser einatmen, unter Wasser ausatmen
  • Einen gleichmäßigen Atemrhythmus entwickeln
  • Husten und Verschlucken vermeiden

Wichtige Hinweise:

  • Grundregel: Einatmen über Wasser – Ausatmen ins Wasser
  • Ausatmen aktiv steuern 
  • Erst im Stand üben, dann in Bewegung

Einfache Übungsideen:

  1. Luft anhalten und Gesicht ins Wasser legen
  2. Ins Wasser pusten („blubbern“)
  3. Ausatmung durch Mund und Nase abwechseln
  4. Beim Abtauchen langsam ausatmen (ggf. mit Festhalten an einer senkrechten Stange)
  5. Mehrfach hintereinander ein- und ausatmen (Rhythmus üben)
  6. Beim Gehen oder Hüpfen ins Wasser ausatmen

Ziele:

  • Hemmungen gegenüber dem Wasser abbauen ("Ich komme immer wieder hoch")
  • Sicher vom Beckenrand ins Wasser gelangen
  • Kontrolle beim Eintauchen entwickeln
  • Tauchen und Atmen beim Eintauchen anwenden
  • Freude an Bewegung im Wasser erleben

Wichtige Hinweise:

  • Immer mit Fußsprüngen beginnen
  • Erst springen, wenn Tauchen und Ausatmen sicher funktionieren
  • Beim Eintauchen ausatmen
  • Nur springen, wenn der Bereich frei ist
  • Auf ausreichende Wassertiefe achten
  • Schwimmhilfen als zusätzliche Sicherheit nutzen

Einfache Übungsideen:

  1. Im Wasser hüpfen
  2. Im Sitzen (ggf. mit Nudel) vom Beckenrand ins Wasser rutschen
  3. Sprung aus der Hocke (ggf. mit Nudel)
  4. Sprung aus dem Stand (ggf. mit Nudel)
  5. Mit Hilfe (Hand halten) springen
  6. Zu einem Ziel springen (z. B. Nudel, Person)
  7. Nach dem Sprung Schwebe einnehmen und zum Beckenrand bewegen (Selbstrettung üben)
  8. Geschicklichkeitssprünge (z.B. Kopfsprung, Paketsprung, über Hindernisse)

Das Schweben ist mit eine der wichtigsten Grundfertigkeiten, da sie verhindert, dass man beim Schwimmen untergeht.

Ziele:

  • Vertrauen entwickeln, dass der Körper vom Wasser getragen wird
  • Den Körper ruhig auf dem Wasser liegen lassen können
  • Gleichgewicht in Bauch- und Rückenlage finden
  • Sich jederzeit wieder sicher hinstellen können
  • Grundlage für das Gleiten schaffen

Wichtige Hinweise:

  • Auftrieb ist reine Physik - man muss nur herausfinden wie man sie richtig einsetzt
  • Bauch- und Rückenmuskulatur leicht anspannen, Arme und Beine locker lassen
  • Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule entspannt ablegen
  • Erst mit Unterstützung, dann alleine
  • Schweben in Bauchlage: 
    • erst Kopf und Arme aufs Wasser legen, dann langsam ein Bein nach dem anderen hochnehmen
    • Aufstehen durch schnelles Anziehen der Knie und nach hinten lehnen (ggf. mit Armen helfen)
  • Schweben in Rückenlage: 
    • erst schultertief ins Wasser gehen, Kopf (mit Ohren!) entspannt ablegen, dann Hüfte nach oben drücken (Schultern und Beine minimal tiefer als Hüfte) und langsam ein Bein nach dem anderen hochnehmen. Ruhig atmen.
    • Aufstehen durch schnelles Anziehen der Knie und nach vorne beugen (ggf. mit Armen helfen)

Einfache Übungsideen:

  1. Auf flacher Treppe im Wasser in Bauch- und Rückenlage hinlegen
  2. Mit einer Hand am Beckenrand und einer Hand an einer Nudel
  3. Freies Schweben mit Nudel oder Handhalten
  4. Aufstehübungen nicht vergessen!
  5. Zwischenform der "Hockqualle" (kugelförmig zusammenziehen auf dem Bauch)
  6. Freies Schweben in Bauch- und Rückenlage
  7. Schweben mit leichten Schwimmbewegungen

Ziele:

  • Sich ohne Arm- und Beinbewegung durchs Wasser bewegen
  • Eine gestreckte und ruhige Wasserlage halten
  • Widerstand im Wasser verringern
  • Vertrauen in die eigene Bewegung im Wasser entwickeln
  • Grundlage für längere Schwimmstrecken schaffen

Wichtige Hinweise:

  • Gleiten = Schweben in Bewegung
  • Körper lang und locker strecken (Arme und Beine zusammenhalten)
  • Kopf ruhig im Wasser halten (in Verlängerung der Wirbelsäule, Blick nach unten)
  • Beim Abstoßen Schwung nutzen, dann still halten ("Pfeil schießt durchs Wasser")
  • Erst kurze Strecken, dann langsam verlängern
  • Aufstehen aus der Lage weiterhin üben

Einfache Übungsideen:

  1. Mit Brett oder Handhalten gleiten
  2. Zu einem Ziel gleiten (z. B. Person, Nudel)
  3. Sich anschieben lassen
  4. Gleiten in Bauchlage
  5. Gleiten in Rückenlage
  6. Durch einen Reifen oder „Tunnel“ gleiten

Ziele:

  • Erste zusammenhängende Schwimmbewegungen ausführen
  • Sich selbstständig über eine kurze Strecke fortbewegen
  • Atmung, Arm- und Beinbewegung grob koordinieren

Wichtige Hinweise:

  • Technik ist am Anfang noch nicht perfekt – das ist normal
  • Bewegung zuerst grob lernen, dann verbessern

Einfache Übungsideen:

Beinbewegung

  1. Fußgymnastik ("Pinguinfüße", Zehen hochziehen)
  2. Im Sitzen an Land (Wichtig: nach hinten lehnen)
  3. Im Sitzen oder Rückenschwimmen im Wasser zur optischen Kontrolle
  4. In Bauchlage am Beckenrand
  5. In Bauchlage im Wasser
  6. Gleiten - 1x Beinbewegung - Weitergleiten
  7. Nur Beinbewegung mit Brett (ggf. Nudel am Bauch) üben (so lange bis Technik sitzt)

Armbewegung

  1. Armbewegung an Land üben
  2. Im Sitzen (schultertief) im Wasser
  3. Im Gehen (schultertief) im Wasser
  4. Gleiten - 1x Armbewegung - Weitergleiten
  5. Nur Armbewegung (ggf. Nudel unter den Armen) 

Kombination der Arm- und Beinbewegung ("Arme - Beine - Gleiten")

  1. Gleiten - 1x Armbewegung - 1x Beinbewegung - Weitergleiten
  2. Nudel am Bauch, eine Person Takt vorgeben lassen "Arme - Beine - Gleiten - Arme - Beine - Gleiten ..."
  3. Freies Schwimmen im Takt

Schwimmtechnik

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